La Palma – Schönheit im Wolkenmeer

Wenn Manolo in die Berge geht, dann hat er seine hölzerne Lanze immer dabei. Mit ihr steigt der 67jährige die steilen Felshänge hinauf. Abwärts geht es dann mit dem „Salto el Pastor“ dem Hirtensprung. Halsbrecherisch sieht das aus, denn Manolo springt fast senkrechte Felswände hinab. Schon die Guanchen, die Ureinwohner der Insel, bewegten sich in dieser Weise in den Bergen fort, denn nur so kamen sie an die Wasserquelen oder an Weidegründe für ihre Ziegen. La Palma ist die grünste der sieben kanarischen Inseln, die bergigste – und sie ist eine eher unbekannte Schönheit.
Massentourismus gibt es nicht, denn La Palma besticht nicht durch Sandstrände, wie ihre Nachbarinseln Lanzarote oder Teneriffa, sondern durch die grünen Lorbeerwälder, die schroffe Bergwelt, tropische Früchte und den größten Vulkankrater der Welt, die „Caldera de Taburiente“. Nur alle fünf Jahre platzt die Insel aus allen Nähten. Bei der „Bajada de la Virgen de las Nieves“, dann wird die Jungfrau des Schnees, die Schutzheilige der Insel, in einer Prozession zu Tale getragen.
ARD-Korrespondentin Annekarin Lammers erkundet für PHOENIX diese Perle der Kanarischen Inseln und berichtet auch von den dramatischen Waldbrände und gigantischen Teleskopen (Gran Tecan und Magic), die auf dem Roque de los Muchachos ins Weltall blicken.  https://www.youtube.com/watch?v=opEY9wt4a_k&spfreload=5