Sonne, Siesta und Saudade (10/10) Spaniens magischer Norden

Die letzte Folge führt in Spaniens Norden, unter anderem ins Land der Basken.
Das Land der Basken ist eine Region mit einer eigenen Geschichte, einer eigenen Sprache und einer eigenen Sportart: dem Pelota. Die Spieler brauchen keinen Schläger, um den Hartgummiball zu schlagen, sie benutzen ihre Hand – eine schmerz- und ehrenhafte Angelegenheit. Pelota ist Volkssport im Baskenland und so populär wie Fußball. San Sebastián ist ein elegantes Seebad an der Atlantikküste mit einem Traumstrand und ein Mekka für Feinschmecker. Hier gibt es die höchste Michelin-Stern-Dichte der Welt.
Daneben gibt es etwa einhundert gastronomische Gesellschaften, alles reine Männerbünde – hier trifft man sich in der clubeigenen Küche zum gemeinsamen Genuss. Frauen werden inzwischen allerdings als Gäste geduldet. Ein „Märchenwald“ steht nahe der Stadt Guernica, bestehend aus etwa 400 bemalten Bäumen, wie Totempfähle. Es ist das Werk des Malers Agustín Ibarrola. Vor einigen Jahren gab es noch doppelt so viele Bäume. Aber ein großer Teil davon wurden gefällt oder Opfer von Vandalismus. Als Täter gelten fanatische ETA-Anhänger. Ibarrola ist Mitbegründer einer Anti-ETA-Bewegung. Noch heute wird er bedroht und kann sein Haus nur mit Leibwächtern verlassen
Der Nationalpark Picos de Europa ist das größte Naturschutzgebiet Spaniens. Es erstreckt sich von Kantabrien bis nach Asturien. Die Herreros stellen dort Blauschimmelkäse aus Ziegenmilch her. Ihr Dorf liegt 700 Meter hoch, hat 60 Einwohner und eine Höhle mit perfekten Bedingungen für das Wachstum des blauen Edelschimmels. Er gibt dem Käse sein unverwechselbares Aroma. Was das Guggenheim-Museum für Bilbao ist, soll das Centro Niemeyer für Avilés sein. Es ist ein Kulturzentrum für Konzerte, Ausstellungen, Theater und kulinarische Blind Dates. Im Restaurant gibt es nur einen Tisch für zwölf Personen. Die Gäste kennen sich nicht, sie haben den Tisch im Internet gebucht und werden von prominenten Gastköchen verwöhnt. Alfonso Hartasanchez ist Mitbegründer der Tierschutzorganisation FAPAS. Im Naturpark Somiedo kümmert er sich um die Braunbärenpopulation. Zudem wurde ein Gehege eingerichtet zur Betreuung von verletzten oder verlassenen jungen Tieren. Sie können nicht wieder ausgewildert werden, denn sie haben sich schnell an die Menschen gewöhnt und würden ihnen ohne Scheu in freier Wildbahn zu nahe kommen. https://www.youtube.com/watch?v=cyp8ZdO53IE