Voyages, Voyages – La Palma

Umspült von den mächtigen Wellen des Atlantiks erhebt sie sich aus dem Meer wie eine Festung: La Palma, die Insel im Westen des Kanaren-Archipels. Seit Menschengedenken nennen die Bewohner sie „Isla Verde“, die grüne Insel.

Herzstück La Palmas ist die „Caldera de Taburiente“. Sie ist Naturwunder und Nationalpark zugleich, und ein riesiger neun Kilometer breiter Krater. „Voyages, Voyages“ wandert mit einer kleinen Gruppe hinab, vorbei an blühenden Landschaften und begegnet dem Einsiedler Tómas. Er transportiert mit seinem Muli seit über 20 Jahren Lebensmittel zu einem Gutshof und erzählt von seinem Leben in der Stille. Abwechslungsreicher geht es bei den Astronomen auf dem Gipfel des Roque de los Muchachos zu, die mit dem größten Teleskop Europas arbeiten.

Der Film von Thomas Hies bietet auch Ein- und Ausblicke bei der Wanderung durch den größten Reichtum Las Palmas: zu sehen ist die üppige Natur des Caldera de Taburiente. Weiter geht es zur kleinen Hauptstadt Santa Cruz. Sie ist bis heute von kolonialer Architektur geprägt: Bürgerhäuser und Paläste, holzgeschnitzte Balkone und schattige Innenhöfe. Manche Plätze erinnern an eine Zeit als der Handel mit Amerika noch blühte und Segelschiffe aus aller Welt im Hafen ankerten. Bei einem Spaziergang durch die Stadt lernt „Voyages, Voyages“ eine Architektin kennen, die sich auf die Restaurierung der typischen Holzbalkone spezialisiert hat. Wir beobachten sie bei ihrer gefährlichen Arbeit in luftiger Höhe. Bis vor wenigen Jahren erreichte man den Norden der Insel nur über holprige Pisten.

Während viele junge Menschen die einsame Gegend verließen, entdecken heute immer mehr Zuwanderer den herben Reiz dieser Region. Einer von ihnen ist der Ziegenhirte Antonio. Das Reisemagazin ist ein Tag mit ihm unterwegs und begleitet ihn, wenn er morgens die Ziegen melkt, und mittags den typisch palmerischen Ziegenkäse herstellt. Antonio erzählt, was er als junger Ziegenhirte an seiner Arbeit so mag. In der Nähe von Las Tricias treffen wir Cinta und Ulises. Mit ihren drei Kindern wohnen sie in einer komfortabel ausgebauten Höhle und leben von der biologischen Landwirtschaft. „Voyages, Voyages“ erlebt mit ihnen einen besonderen Tag: das Fest von Sankt Martin, bei dem Cinta und Ulises mit dem ganzen Dorf feiert. https://www.youtube.com/watch?v=LwK9zHsxL1c